Früher beim BITZER Cup in Ergenzingen – anschließend bei der U21-EM 2019 in Italien

Eine Woche nach dem BITZER Cup 2019 startete die diesjährige U21-Fußball-Europameisterschaft in Italien mit 12 Teams, die in 3 Gruppen die Teilnehmer am Halbfinale ermittelten.

Die deutsche U 21-Nationalmannschaft trat als Titelverteidiger an, nachdem sie 2017 zum zweiten Mal nach 2009 den EM-Titel gewonnen hatte.

Das deutsche Team von Trainer Stefan Kuntz qualifizierte sich mit Siegen gegen Dänemark und Serbien sowie einem Unentschieden gegen Österreich als Gruppenerster für das Halbfinale.
Dort setzte sich die deutsche Mannschaft dann gegen Rumänien durch und stand – wie bei der letzten Europameisterschaft – im Finale gegen Spanien.

Damals hatte die deutsche Mannschaft in einem beeindruckenden Spiel in Polen gegen den viermaligen Titelträger Spanien knapp mit 1:0 gewonnen.

In der Neuauflage des EM-Finals unterlag die Kuntz-Elf dieses Mal jedoch gegen Spanien in Udine mit 1:2.

Spanien ging nach einer starken Anfangsphase bereits früh in Führung. Im Verlauf der Begegnung gewannen die Deutschen zwar an Sicherheit und Selbstvertrauen. In der zweiten Halbzeit waren sie dann sogar die überlegene Mannschaft. Allerdings fehlte der finale Pass oder die Entschlossenheit beim Abschluss.

Der spanische Mittelfeldspieler Fabian Ruiz vom SSC Neapel erhielt die Auszeichnung „Spieler des Turniers“. Damit ist er Nachfolger solch erfolgreicher Spieler wie Thiago Alcántara, Juan Mata, Klaas-Jan Huntelaar, Petr Čech, Andrea Pirlo, Fabio Cannavaro oder Luís Figo, die bei früheren U21-Europameisterschaften zum besten Spieler gewählt wurden.

Den Titel des besten Torschützen sicherte sich Luca Waldschmidt vom SC Freiburg, der mit 7 Toren den Torrekord bei U21-EM’s einstellte.

Mit dem Erreichen des Halbfinals erreichte die deutsch U21 das Minimalziel – die Qualifikation für das olympische Fußball-Turnier 2020 in Tokio.

Bei der diesjährigen U21-Europameisterschaft standen 7 (!) Spieler in den Aufgeboten, die in der Vergangenheit am Turnier um den BITZER Cup in Ergenzingen teilgenommen haben.

Im deutschen Team standen mit Suat Serdar (heute FC Schalke 04) und Florian Müller (1. FSV Mainz 05) zwei Spieler, die mit dem starken Nachwuchs der Mainzer in Ergenzingen gespielt haben.

Luka Jovic (Eintracht Frankfurt/Real Madrid) und Vukasin Jovanovic (Girondins Bordeaux) spielten gemeinsam mit Roter Stern Belgrad beim BITZER Cup.

Beim deutschen Gruppengegner Österreich spielten mit Alexander Schlager (ASK Linz), Sandro Ingolitsch (SKN St. Pölten) und Adrian Grbic (SC Rheindorf Altach) gleich drei Spieler aus der österreichischen Bundesliga.

Das Erreichen des Finales ist für die Deutsche Mannschaft umso höher einzuschätzen, wenn man berücksichtigt, daß einige Spieler, die noch bei der U21-EM spielberechtigt gewesen wären, nicht dabei waren, weil sie schon zum Stamm der A-Nationalmannschaft von Jogi Löw zählen, wie z.B. Leroy Sane (Manchester City), Julian Brandt (Borussia Dortmund), Timo Werner (RB Leipzig), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) oder Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen)

Gerne denkt man beim DFB an den U21-Jahrgang zurück, der 2009 erstmals die U21-EM gewinnen konnte. Mit Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Sami Khedira und Mesut Özil) stellten sechs Spieler aus diesem Team fünf Jahre später einen wichtigen Teil des Teams, das 2014 in Brasilien Weltmeister wurde. Vielleicht gelingt dem aktuellen Jahrgang ein ähnliches Kunststück.