Bitzer Cup 2019

Zahlreiche Spieler der U17-Europameisterschaft kommen an Pfingsten nach Ergenzingen

Ganz genau verfolgt man in Ergenzingen in den Tagen vor dem 48. Internationalen Junioren-Fußball-Turnier des TuS Ergenzingen die U17-Europameisterschaft in Irland, denn beim Turnier um den BITZER Cup an Pfingsten 2019 werden die Zuschauer in Ergenzingen zahlreiche Spieler sehen können, die aktuell mit ihren Nationalmannschaften um die Europameisterschaft spielen.

Die Europameisterschaft findet seit 03. Mai bis 19. Mai 2019 in der Republik Irland statt.
Neben dem Gastgeber Irland haben sich 15 Teams für die U17-EM qualifiziert.
Rekordsieger der U17-EM ist Spanien, das den Titel in dieser Altersstufe bereits 9 Mal gewinnen konnte.

Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat sich in der Eliterunde als einer der besten 7 Gruppenzweiten für die Endrunde qualifiziert und trifft in der Gruppenphase auf Spanien, Italien und Österreich.
Beim BITZER Cup 2019 treffen sich damit einige Spieler wieder, die erst wenige Tagen vorher mit ihren Junioren-Nationalmannschaften gegeneinander bei der U17-EM gespielt haben.

Jordan Meyer vom VfB Stuttgart beim letztjährigen Turnier 2018 im Spiel gegen den TuS Ergenzingen

Im Team der deutschen U17-Nationalmannschaft, das von Michael Feichtenbeiner trainiert wird, stehen gleich 5 Spieler aus Vereinen, die am Turnier um den BITZER Cup 2019 teilnehmen: Der Kapitän Paul Nebel (1. FSV Mainz 05), Jordan Meyer (VfB Stuttgart), Noah Atubolu und Lars Kehl (beide SC Freiburg) sowie Karim-David Adeyemi (FC Red Bull Salzburg).
Deutschland hat am Samstag das erste Gruppenspiel gegen Italien – trotz Führung – mit 1:3 verloren.

Im zweiten Spiel traf Deutschland am Dienstag auf Spanien, das sein Auftaktspiel gegen Österreich bereits deutlich mit 3:0 gewinnen konnte.

Im Kader der Spanier stehen gleich 3 Spieler von Turnierteilnehmer CF Valencia: mit Ivan Munoz, Jose David Menargues sowie Jordi Escobar, der das wichtige 1:0 für die Spanier erzielte.

In einem engen und ausgeglichenen Spiel gegen einen starken Gegner verlor die deutsche U17 gegen Spanien unglücklich durch einen Elfmeter kurz vor Schluss des Spiels.

Im abschließenden Gruppenspiel spielt Deutschland am Freitag gegen Österreich, das mit 3 Spielern des FC Red Bull Salzburg antritt: Paul Tschernuth, Berkay Dogan sowie Benjamin Böckle.
Österreich verlor sein zweites Gruppenspiel gegen Italien knapp mit 1:2.
Aus dem Team des Titelverteidigers beim BITZER Cup spielen mit Adam Stejskal (Tschechien) sowie Samuel Major (Ungarn) zwei weitere Spieler der Salzburger mit ihren Nationalteams bei der Europameisterschaft.

Das Team des Titelverteidigers Niederlande, das den Titel 2018 in England im Finale gegen Italien nach Elfmeterschießen gewann, startete mit einem souveränen 2:0-Sieg gegen Schweden ins Turnier. Aus dem Team der Niederländer werden die Spieler Tein Troost, Steven an der Sloot sowie Naoufal Bannis von Feyenoord Rotterdam auch beim Turnier in Ergenzingen zu sehen sein.

Nach der Gruppenphase werden in Viertel- und Halbfinale die Teilnehmer am Finale ermittelt, das am 19. Mai in Dublin ausgetragen wird.

Die U17-EM dient auch als Qualifikation für die U17-WM in Brasilien, für die sich die 5 besten Teams der Europameisterschaft als Vertreter von Europa qualifizieren.

Die Besucher des 48. Internationalen Junioren-Fußball-Turniers um den BITZER Cup an Pfingsten 2019 können also auch in diesem Jahr schon heute die Stars von morgen beim Turnier in Ergenzingen sehen.

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Früher beim Turnier in Ergenzingen – heute in der ganzen Welt bekannt: Jürgen Klopp

Der lange Weg nach Mainz

1983 holten Walter Baur und Hermann Baur Jürgen Klopp aus Glatten zum TuS Ergenzingen, wo er drei Jahre als Jugendspieler sowie sein erstes Halbjahr als Aktiver verbrachte. Gleich in seinem ersten Jahr hatte Klopp auf sich aufmerksam gemacht, als er in einem Freundschaftsspiel gegen Eintracht Frankfurt den Ehrentreffer erzielte und eine starke Leistung zeigte.

Walter Baur, der wie kein anderer den Fußball beim TuS Ergenzingen prägte, war für Jürgen Klopp in Bezug auf den Fußball so etwas wie ein „Ziehvater“. Zwischen Walter Baur und seinem Zögling Jürgen Klopp gab es ein enges Band, das auch dann noch hielt, als Jürgen Klopp sich längst aufgemacht hatte, die große Fußballwelt zu erobern. „Walter Baur hatte eine unheimliche Empathie für junge Fußballer“, erzählte Klopp im Gespräch.

Mit dem Wechsel nach Mainz gelang Klopp 1990 der persönliche Aufstieg in den Profi-Fußball. In den elf Jahren als Spieler für den 1. FSV Mainz 05 bestritt Klopp insgesamt 340 Pflichtspiele, dazu erzielte er in der 2. Liga 52 Tore für die 05er. In beiden Kategorien war er damals Rekordhalter.

Die Einführung der Raumdeckung

Entscheidend geprägt wurde Klopp wie der gesamte Verein von Trainer Wolfgang Frank, der in der Saison 1995/96 in fast aussichtsloser Situation nach Mainz kam. Er führte als einer der ersten im deutschen Profi-Fußball die Raumdeckung ein. Mainz wurde zum besten Rückrundenteam und schaffte den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt.

Als die 05er in der Saison 2000/01 erneut tief im Tabellenkeller feststeckten, wurde der damals verletzte Klopp als Nachfolger für den entlassenen Eckhard Krautzun berufen. Mit dieser sehr ungewöhnlichen Aktion bewies der Manager Christian Heidel großen Mut, im Nachhinein aber auch eine große Voraussicht. Klopps Team legte einen beeindruckenden Schlussspurt hin und schaffte schließlich den Klassenerhalt.

Aufstiegsdramen und Abschiedstränen

In den folgenden Jahren schwang sich der FSV unter Klopp zu unvermuteten Höchstleistungen auf, doch in der Saison 2001/02 reichte es noch nicht zum Bundesligaaufstieg. Im Folgejahr war es noch knapper, am Ende fehlte nur ein einziges Tor gegenüber der Frankfurter Eintracht. Dennoch sammelten die mutig auftretenden Mainzer bundesweit Sympathien.

In der Saison 2003/04 sollte es dann endlich mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga klappen. Erst am letzten Spieltag konnten die 05er Alemannia Aachen überholen und den lang ersehnten Aufstieg feiern.

In der Bundesliga angekommen galten die Mainzer sofort als Abstiegskandidat, doch in den ersten beiden Jahren konnte der Verein einen jeweils überzeugenden 11. Rang vorweisen. Am Ende der dritten Erstligasaison stand nach namhaften Abgängen der bittere Gang in die Zweitklassigkeit.

Trotz einer überzeugenden Hinrunde wurde der Aufstieg in der Folgesaison erneut äußerst knapp verpasst, sodass Jürgen Klopp nach insgesamt 18 Jahren als Spieler und Trainer die Domstadt verließ. 15.000 Fans bereiteten ihrem Idol einen unvergesslichen Abschied.

Klopp und der BVB – Neu verliebt

Von Anfang an hatten Fans wie Verantwortliche in Dortmund gleich das Gefühl, in dem authentischen Klopp genau den richtigen Trainertypen verpflichtet zu haben. In der ersten Saison unter Klopp erreichten die Borussen den 6. Platz, der jedoch nicht zur Teilnahme an der Europa League berechtigte. Dennoch überzeugte die Mannschaft durch ihren erfrischenden Fußball und vor allem durch ihre große Laufbereitschaft. In Klopps zweitem Jahr stürmten seine Spieler auf den 5. Rang vor, nachdem man sich lange Zeit durchaus berechtigte Hoffnungen auf einen Champions-League-Startplatz machen durfte. Im Vergleich zur Vorsaison hatte sich das Team stark weiterentwickelt. Durch die Einführung eines neuen Defensivkonzepts – dem Gegenpressing direkt nach Ballverlust – konnte Klopp seine Mannschaft entscheidend stabilisieren.

Mit der verbesserten Spielweise dominierte der BVB die folgende Spielzeit klar. Die extrem junge Mannschaft setzte sich schnell von der Konkurrenz ab. Die Meisterschaft konnte schließlich schon am 32. Spieltag gefeiert werden.

Der FC Liverpool – die aktuelle Situation

„I am the normal one“, ich bin der Normale, mit diesen Worten sorgte der Schwabe gleich bei seiner Vorstellung für Sympathie bei den Fans.

Der FC Liverpool verbindet mit der Verpflichtung Klopps seine Wiedergeburt, er will zurück zu den Zeiten, als er viele Titel geholt hat. Zum letzten Mal wurde der Club vor 28 Jahren Meister. Nun ist Jürgen Klopp der Hoffnungsträger, allerdings blieb ihm bislang ein Titel mit den „Reds“ noch verwehrt, unvergessen das dramatisch verlorene Champions League-Finale im vergangenen Jahr gegen Real Madrid. Diese Saison wird nach dem Sieg über den FC Bayern München der nächste Versuch gestartet.

Der Menschenkenner

Für Klopp sind gute und vertrauensvolle Beziehungen zu den Mitarbeitern des Vereins – und damit sind ausdrücklich nicht nur die Spieler gemeint – die Grundlage seiner Arbeitsweise.

Zudem interessiert sich Klopp bemerkenswert intensiv für die Amateur- und Jugendmannschaften des Vereins.

Im Umgang mit der Mannschaft ist Klopp autoritärer als gemeinhin angenommen. Seine wohl größte Fähigkeit ist es, mit dem verschiedenen Persönlichkeiten unterschiedlich umzugehen. Klopp findet meist den richtigen Ton im Umgang mit den Spielern und weckt in den Spielern dieselbe Motivation und Begeisterung für ihren Beruf, die auch ihn antreibt.

Daneben vergisst er aber auch seine Wurzeln nicht, wie er mit dem ausführlichen Kapitel über seine Ergenzinger Zeit in seiner Biografie „Ich mag, wenn‘s kracht“ unter Beweis stellt, aber auch damit, dass er auch heute noch zu ehemaligen Wegbegleitern aus dieser Zeit Kontakt hält und einige von diesen sogar vorletztes Jahr zu seinem 50. Geburtstag einlud.

Wer weiß, wie die große Spieler- und Trainerkarriere von Jürgen Klopp, ohne den TuS Ergenzingen und ohne die Förderung durch Walter Baur verlaufen wäre?

Quelle: Seite „Jürgen Klopp“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 1. Mai 2019, 06:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=J%C3%BCrgen_Klopp&oldid=188096304 (Abgerufen: 2. Mai 2019, 18:45 UTC)

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Früher beim BITZER Cup in Ergenzingen – heute als Trainer im Profi-Fußball

Mit der für alle Bundesliga-Clubs verpflichtenden Einführung von Leistungszentren wurde in Deutschland nach der Europameisterschaft 2000 der Grundstein für eine bessere und erfolgreichere Zukunft des deutschen Fußballs gelegt.

Neben der Schaffung bzw. dem Ausbau der infrastrukturellen Grundlagen gibt es einen entscheidenden Erfolgsfaktor: die Auswahl von hoch-qualifiziertem Trainerpersonal, das die Ernsthaftigkeit der Ausbildung unterstreicht.

Die gesteigerte Qualität und hohe Anerkennung lässt sich auch am hohen Anteil der ursprünglich aus den Nachwuchsleistungszentren stammenden Trainer in der Bundesliga bemessen. So stellen die Nachwuchsleistungszentren auch für Trainer immer öfter ein Sprungbrett für den Aufstieg in die Bundesligen dar.

Einige Trainer, die in den letzten Jahren am BITZER Cup in Ergenzingen teilgenommen haben, spielten in den letzten Jahren eine Hauptrolle bei der Besetzung dieser Rollen:

Sandro Schwarz ist nach Jürgen Klopp, Thomas Tuchel und Martin Schmidt bereits der vierte der letzten sechs Trainer des 1. FSV Mainz 05, der seit 2001 aus den eigenen Reihen zum Chef-Trainer der Profis befördert wurde. Und alle vier Trainer waren bereits als Trainer oder Spieler beim Turnier in Ergenzingen!
Das echte Mainzer Urgestein war bereits als (Jugend-) Spieler für die Mainzer aktiv und hatte vor den Profis die U19 sowie die 2. Mannschaft der Mainzer trainiert.

Der Vorgänger von Sandro Schwarz in Mainz – Martin Schmidt – übernahm im September 2017 das Traineramt beim VFL Wolfsburg, von dem der Schweizer, der mit dem FC Thun am Turnier teilnahm, im Februar 2018 jedoch überraschend wieder zurücktrat, mittlerweile fand er aber eine neue Aufgabe und rettete den FC Augsburg in dieser Saison vor dem Abstieg.
In seinem Trainer-Stab arbeitet auch Stefan Sartori, den er aus seiner Zeit als Trainer der U19 von Mainz 05 kannte, der zuvor auch schon mit der U19 des Karlsruher SC an der Breitwiese in Ergenzingen zu Gast war.

Mit dem Gewinn der Champions League für Junioren-Mannschaften – dem Sieg in der UEFA Youth League – schaffte Marco Rose mit dem Nachwuchs des FC Red Bull Salzburg 2017 einen sensationellen Erfolg. Nach dem Turniersieg beim BITZER Cup 2017 wurde Marco Rose als Nachfolger von Óscar García als Cheftrainer beim FC Red Bull Salzburg vorgestellt. Neben der Titelverteidigung in der österreichischen Bundesliga sorgte er international mit dem jungen Salzburger Team im vergangenen Jahr in der Europa League für Furore, immerhin erreichte das Team das Halbfinale. Kein Wunder, dass er so auch für die deutsche Bundesliga interessant wurde. Kurz vor Ostern unterschrieb Marco Rose seinen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach.

Manchmal führt der Weg einen Trainer aus dem Nachwuchsbereich auch in eine andere Richtung: Stefan Hofmann – der frühere Junioren-Trainer und Sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Mainz 05 – wurde im Januar 2018 von den Mitgliedern des Vereins zum neuen Vereins- und Vorstandsvorsitzender beim 1. FSV Mainz 05 gewählt. In dieser Funktion möchte er den Verein nach einer schwierigen Phase wieder zusammenführen und Ruhe in der Vereinsführung einkehren lassen.

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