Bitzer Cup 2019

Früher beim BITZER Cup in Ergenzingen – heute als Spieler im Profi-Fußball

Neben dem Erringen von Siegen und Meisterschaften mit den Nachwuchsteams ist das vorrangige Ziel der Nachwuchsleistungszentren und –akademien weltweit, Spieler für die eigene Profi-Mannschaft zu entwickeln.
Angesichts der explodierenden Ablösesummen im Profi-Fußball – insbesondere für junge Spieler – kommt der Ausbildung von Nachwuchsspielern auch eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Vereine zu. Wenn ein Spieler aufgrund seiner positiven sportlichen Leistungen nicht im Verein gehalten werden kann, streben die Clubs zumindest eine angemessene finanzielle Entschädigung als Ausgleich an.

Von den Spielern, die in den letzten Jahren beim BITZER-Cup in Ergenzingen gespielt haben, können folgende exemplarisch dafür genannt werden:

Maximilian Philipp:

Maximilian Philipp gab als Eigengewächs aus der Freiburger Fußballschule 2014 sein Debut für den SC Freiburg in der Bundesliga. In 3 Jahren erzielte er in 81 Spielen 18 Tore und war maßgeblich am Wieder-Aufstieg des SC Freiburg in die Bundesliga beteiligt.
Zur Saison 2017/18 wechselte Philipp zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund. und wurde mit einer geschätzten Ablöse von 20,0 Millionen Euro zum teuersten Abgang der Freiburger Vereinsgeschichte.

Konrad Laimer:

Der österreichische Mittelfeldspieler Konrad Laimer wechselte bereits im Alter von 10 Jahren zum FC Red Bull Salzburg. Bereits mit 17 Jahren gelang ihm der Sprung in die 1. Mannschaft. Er durchlief alle U-Auswahlmannschaften von Österreich und wurde 2017 mit 20 Jahren als bester Spieler der österreichischen Bundesliga ausgezeichnet.

Zur Saison 2017/18 wechselte er für eine Ablösesumme von 7,0 Millionen Euro von Salzburg zu RB Leipzig in die deutsche Bundesliga. In Leipzig eroberte er sich einen Stammplatz und kam in der Bundesliga sowie im Europapokal zum Einsatz.

Bertrand Traoré

Bertrand Traoré spielte als Jugendlicher in seiner Heimat Burkina Faso für ASF Bobo-Dioulasso sowie für AJ Auxerre in Frankreich. 2009 nahm er mit der U17 von Burkina Faso als jüngster Spieler der Geschichte an einer U17-Weltmeisterschaft teil und debütierte bereits mit 15 Jahren in der A-Nationalmannschaft seiner Heimat.

2014 wechselte Traoré in die Premier League zum FC Chelsea. Von dort wechselte er 2016 auf Leihbasis in die Eredivisie zu Ajax Amsterdam und erreichte 2017 mit Ajax das Finale der Europa League gegen Manchester United.

Im Halbfinale beeindruckte Traoré den Gegner Olympique Lyon mit 2 Toren und einer Vorlage offenbar derart, dass Olympique Lyon ihn im Sommer 2017 für eine Ablöse von 10,0 Millionen Euro verpflichtete.

Rick Karsdorp

Nach 10 Jahren in der Jugend von Feyenoord Rotterdam gab Rick Karsdorp 2014 mit 19 Jahren sein Debut in der niederländischen Eredivisie. In den 3 Jahren als Profi gewann er mit Feyenoord den Pokal und die Meisterschaft und schaffte den Sprung in die niederländische A-Nationalmannschaft.

2017 wechselte er für eine Ablöse von 14,0 Millionen Euro von Feyenoord zu AS Rom in die italienische Serie A, wo sich der Neuzugang jedoch eine schwere Knieverletzung zuzog.

Leandro Paredes:

Leandro Paredes begann seine fußballerische Laufbahn in Buenos Aires in der Jugend des Maradona-Clubs Boca Juniors. Sein Debüt in der 1.Mannschaft der Boca Juniors gab er 2010 als 16-Jähriger. Mit 19 wagte er den Sprung nach Europa und kam über AC Chievo Verona zum AS Rom.

Nach seinem Debut für die argentinische Nationalmannschaft wechselt er 2017 für eine Ablösesumme von 23,0 Millionen Euro aus Rom zu Zenit St. Petersburg in die russische Liga. Im vergangenen Winter erklomm Paredes den nächsten Schritt auf der Karriereleiter. Für sagenhafte 40 Millionen Euro zum französischen Giganten Paris St. Germain. Somit hat Paredes in seiner jungen Karriere insgesamt bereits mehr als 69 Millionen Euro umgesetzt.

Raphael Dwamena:

Der zum besten Spieler des BITZER Cup 2014 gewählte Spieler Raphael Dwamena begann seine Karriere bei Red Bull Ghana und wechselte von dort in die Nachwuchsakademie von Salzburg.
Nach einem Gastspiel bei SC Austria Lustenau wechselte Dwamena im Januar 2017 zum FC Zürich, mit dem er den direkten Wieder-Aufstieg in die Super League schaffte.
Als erfolgreichster Torschütze der Saison 2017/18 beim FC Zürich wechselte er für über 6 Millionen Euro in die erste spanische Liga zu UD Levante.
Zwischenzeitlich hat Dwamena seine ersten Länderspiele für Ghana absolviert, in denen er gleich 2 Tore erzielte.

Luka Jovic

Der serbische Stürmer Luka Jović wechselte 2006 zu Roter Stern Belgrad und kam 2014 im Alter von 16 Jahren erstmals in der serbischen SuperLiga zum Einsatz.

Anfang Februar 2016 wechselte Jović zum portugiesischen Erstligisten Benfica Lissabon. Für Benfica spielte er in der Primeira Liga und kam gegen den FC Bayern München erstmals in der Champions League zum Einsatz.

Zur Saison 2017/18 wurde Jović für zwei Spielzeiten an Eintracht Frankfurt in die Bundesliga ausgeliehen. Für Eintracht Frankfurt erzielte er gleich in seinem ersten Spiel seinen ersten Treffer und war auch in den nächsten Spielen erfolgreich. In der diesjährigen äußerst erfolgreichen Frankfurter Saison bildet er gemeinsam mit Sebastian Haller und Ante Rebic das gefährlichste Offensivtrio der Bundesliga. Wenn er diesen Trend fortsetzt, dürfte sein Marktwert am Ende der Leihe deutlich höher stehen. Momentan wird er auf ca. 55 Millionen Euro geschätzt.

Felipe Anderson

Felipe Anderson spielte in der Jugend des FC Santos und rückte dort 2010 in den Kader der ersten Mannschaft auf. Am 7. Oktober 2010 kam er beim 3:0-Sieg gegen den Fluminense FC erstmals in der Série A zum Einsatz. Mit dem Verein gewann er  2011 die Copa Libertadores (vergleichbar mit der Champions League in Europa). Zur Saison 2013/14 wechselte Felipe Anderson für 7,5 Millionen Euro zu Lazio Rom in die italienische Serie A. Mit dem Verein spielte er in der Europa League. Felipe Anderson gewann mit der brasilianischen Mannschaft die Goldmedaille den Olympischen Spielen 2016 in Rio und ist mittlerweile fester Bestandteil des Kaders der brasilianischen Nationalmannschaft.

Zur Spielzeit 2018/19 wechselte Anderson für 40 Millionen Euro zu West Ham United in die Premier League.

Die Zuschauer und Experten beim BITZER Cup 2019 dürfen gespannt verfolgen, wer der nächste Spieler ist, der den Sprung in den Profi-Fußball schafft und irgendwann einen Marktwert in Millionenhöhe erreicht.

Veröffentlicht am  

Vorbericht zum 48. Internationalen Junioren-Fußball-Turnier des TuS Ergenzingen um den BITZER-CUP an Pfingsten 2019

Mittlerweile zum dritten Mal findet das traditionelle Internationale Junioren-Turnier um den BITZER-CUP in Ergenzingen als U17-Turnier statt. Ausgereifte Technik, sehr gute taktische und physische Ausrichtung und ausgeprägte Motivation sind Attribute, die in den letzten beiden Jahren Merkmal aller teilnehmenden Mannschaften war. Zahlreiche Juniorennationalspieler verschiedener Nationen tummeln sich jedes Jahr auf dem Sportgelände an der Breitwiese.

Aus dieser positiven Erfahrung heraus wurde im Vorstand des TuS der Beschluss gefasst, weiterhin ein U17-Turnier zu organisieren.

Den Turnierverantwortlichen um Organisationschef Jürgen Schäfer ist es auch dieses Jahr wieder gelungen, ein höchst attraktives Teilnehmerfeld zu verpflichten. 

Folgende Teams versprechen wieder internationalen Jugendfußball auf allerhöchstem Niveau:

Der Titelverteidiger FC Red Bull Salzburg hat auch für dieses Jahr wieder fest zugesagt. Die weiteren internationalen Teilnehmer sind der Schweizer Traditionsverein Grasshoppers Zürich, aus den Niederlanden das traditionell in der Jugendarbeit sehr starke Feyenoord Rotterdam und zum ersten Mal aus dem sonnigen Süden, aus Spanien, der FC Valencia.

Aus der B-Junioren-Bundesliga gehen die Spitzenteams 1. FSV Mainz 05 und der VfB Stuttgart an den Start, hinzu kommt mit dem SC Freiburg ein weiteres starkes Nachwuchsteam aus der Talenteschmiede eines Bundesligisten aus unserer Region. Das U19-Verbandsstaffeltteam des TuS Ergenzingen komplettiert das Starterfeld.

Man darf gespannt sein, welche zukünftigen Nationalspieler sich dieses Jahr in Ergenzingen präsentieren und Junioren-Fußball auf absolutem Top-Niveau zeigen werden.

 

Veröffentlicht am